Neuigkeiten


Der langjährige Stadtrat, stv. CDU Kreisvorsitzender Philosoph und Theologe, Johannes Krug, schrieb zu diesem Filmabend am 02. November 2022 im Bürgersaal in Durlach auf facebook:

„Ein bekannter Durlacher, Samuel Degen, hat einen Film über einen berühmten Durlacher, Stephan Blim, gemacht“, so die Einleitung des Vorsitzenden des Historischen Vereins, genauer Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e.V., Robin Cordier, im Durlacher Bürgersaal. Für den Historischen Verein war es fast ein Novum: kein Thema aus dem Mittelalter oder dem 19. Jahrhundert, nein, ein zeitgenössisches: „Puppen, Kutschen und Musik. Das Leben des Stephan Blinn. Ein Filmvortrag von Samuel Degen. Redaktion Pit Nordwig.“ ( Jederzeit zu sehen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=i9wBCr9kE2o ) Der vielseitige Stephan Blinn, Varieté-Puppenspieler, handwerklicher Alleskönner und noch viel mehr, war bei der Filmvorführung selbst anwesend und sprach sowohl die Einleitung als auch erläuternde Worte am Ende. Stephan Blinn ist ein Durlacher, der schon lange in der Altstadt in einem Haus des frühen 18. Jahrhunderts wohnt und lebt. Freilich betreibt er eine leider in Deutschland aussterbende Kunst, das Puppenspiel, genauer das Varieté-Puppenspiel, womit er seit 42 Jahren auf der Bühne steht. Daneben schnitzt er seine Puppen selber, sammelt und restauriert Kutschen und ist nicht zuletzt ein Virtuose auf der Geige. Es lohnt sich auf jeden Fall den Film auf Youtube selbst anzusehen.
Der Film begann mit einem Blick in das Haus Blinns, eine alte Schmiede, die nach 1700 gebaut wurde und bis vor wenigen Jahren in Betrieb war. Blinn gibt einen Einblick in seine Schmiede und ihre Geschichte. Und natürlich auch in seine Arbeit mit den Puppen sowie seiner zweiten Leidenschaft, den Kutschen, weshalb er auch als Wagner und Sattler unterwegs ist. Dabei hilft es, dass er ein begeisterter und begabter Handwerker im eigentlichen Sinne ist, der jeweils einen Sattlermeister, Wagnermeister und Schmiedemeister als Lehrmeister gewinnen konnte.
Hauptsächlich war er aber in den letzten vier Jahrzehnten, zwischen 1980 und 2020, als Puppenspieler auf Tournee. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Benelux-Staaten, Italien, Frankreich, England, Österreich, Tunesien, Russland, China und Japan, wobei er seine Vorstellungen nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch, Französisch und Italienisch präsentiert hat. Dabei präsentiert(e) er Artisten “aus drei Nationen und vier Holzarten“, mit denen er nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern auch viele Preise gewann.
Seine Figuren hat Blinn alle selbst gebaut und geschnitzt. Sie sind so gebaut, dass sie ihre Nummer spielen können, die zwei, drei Minuten dauert. Immer wieder war Erfindergeist nötig, um besondere Figuren wie Josephine Baker, einen Gitarristen, Violinspieler, oder auch ein Gesangsquartett zu gestalten. Eine Hauptrolle kommt dabei dem Conferencier Francois Gelatti zu, der durch die Show führt. Wie wichtig diese Puppe war, zeigt sich schon daran, dass sie ein eigenes Türschild besitzt, was einen GEZ-Fahnder vor vielen Jahren fast zur Verzweiflung trieb, da er diesen „Schwarzseher“ am Ende doch keine GEZ-Gebühren aufbrummen konnte. Aber natürlich hat er noch viele weitere Anekdoten aus seiner Tätigkeit auf Lager wie z. B. den Schmuggel von Raclettekäse für Schweizer Gastronomen nach China.
Blinns zweite große Leidenschaft sind seine Kutschen, die er aufwendig restauriert und für die er selbstverständlich einen Kutschenführerschein besitzt. Vieles an seinen Kutschen musste er restaurieren, wofür er über die Jahre auch eine ausführliche Bibliothek aufgebaut hatte. Und neben den Kutschen sammelt und restauriert er auch Geschirr, besonders englisches Geschirr. Natürlich sind seine Sammlungen seine Leidenschaft, die er auch gerne hergezeigt hat, z. B. am Tag des offenen Denkmals. Und natürlich gehört dazu auch das Arbeitsgerät, egal ob Schnitz-, Sattler- oder Wagnerwerkzeugen.
Wie hat sich die Sammelleidenschaft entwickelt? Geschichte des Eisernen Gustav, der 1928 mit einer Pferdedroschke von Berlin nach Paris fuhr, um zu zeigen, dass Kutschen sich gegen das Automobil behaupten können. Dabei ist er auch am Haus von Blinns Großeltern vorbeigekommen, die diese Geschichte ihrem Enkel erzählt haben. Der hat es Anfang der 1970er Jahre mit 18 nachgemacht, ist mit der Kutsche erstmals nach Paris gefahren, reiste dann nach Nizza und über die Alpen zurück und durch Deutschland. Über die Kutsche und die Musik fand er in diesen Jahren auch Kontakt zu den damals zum Teil noch mit Kutschen reisenden Zigeunern, für die und deren Kultur er sich später stark gemacht hat. „Ich habe ein tolles Verhältnis zu den Zigeunern gehabt, ihre Sprache gelernt“ und mit ihnen Musik gemacht. Als begnadeter Geigenspieler trat er auch viele Jahre mit den großen Musiker der Roma auf.
Der Filmbeitrag erntete viel Applaus von einem gefesselten Publikum, dass aus Gründen weitergeltender Corona-Verordnungen auf nur sechzig Besucher beschränkt war, (Gekommen wären sonst sicher 150-200, so groß war im Vorfeld das Interesse).
Aber richtig spannend sollte es in seinem Nachwort und in der Fragerunde werden. Stephan Blinn hat das Puppenspiel immer „mit Passion, Freude und Leidenschaft“ gespielt, jetzt sieht er aber keine Zukunft mehr. Denn heute droht das Puppenspielen auszusterben. In Ost- und Mitteleuropa, z. B. Tschechien und Russland, gibt es eine echte Puppenspielkultur, hier geht man sogar mit der Abendgarderobe in die Vorstellung. In Deutschland ist so etwas leider unvorstellbar. Und Corona bzw. die damit verbundenen Maßnahmen haben diesen Abwärtstrend beschleunigt, so dass die Corona-Zeit ihn letztlich seinen „Beruf gekostet“ hat. Der letzte Bühnenauftritt war im Dezember 2019 in der Schweiz, für das Frühjahr war eine Deutschland-Tournee geplant, die natürlich ausfiel – und heute sind gut die Hälfte der Veranstalter weg. Vielen anderen ist das Puppenspiel zu riskant, es fehlt das Vertrauen, dass genug Besucher kommen. Damit ist die Zeit des Puppentheater in Deutschland vorbei, so Blinn.
Was für sie Puppen gilt, gilt in Deutschland auch für die Musik der Roma: „keine Nachfolger“. Anders als in Holland oder Belgien, wo auch das Puppenspielen funktioniert. Anders als in Mittel- und Osteuropa oder gar China oder Japan. Als einen der Gründe nennt Blinn, dass in Deutschland für solche Traditionen Respekt und Wertschätzung fehlt. Auch dies ist in Prag, Amsterdam oder Brüssel anders.
So ist es kein Zufall, dass das RTL nach holländischem Vorbild eine eigene Puppen-Show als Casting-Show geschaffen hat, die Puppenstars. In dieser Show (Sendetermin 8.10.22) trat Blinn nicht nur an, sondern gewann auch den Hauptpreis, was nicht nur viele Tausende in Durlach und Karlsruhe am Fernsehen verfolgten, sondern auch die Printmedien ausführlich berichteten.
Und dann wollte Stephan Blinn „kein Blatt mehr vor den Mund“ nehmen, denn heute sei sein letzter Auftritt vor Publikum. Verärgert hat ihn auch, dass die Stadt, auch das Stadtamt Durlach, wieder einmal keine Reaktion geziegt hat, nicht einmal ein Brief, wie so oft, so auch diesmal nach dem Gewinn bei den Puppenstars. So sei es schon früher immer wieder gewesen. Eigentlich sollte es ein Dialog zwischen Kulturamt und Künstler sein, aber das sei hier nicht so. So hat er oft am Tag des offenen Denkmals teilgenommen, was letztlich vier Tage harte Arbeit (Vorbereitung, der Tag und Nachbereitung). Aber auch hier hat er nie einen Brief als Dank erhalten, was wohl bei solch einem freiwilligen Engagement nicht zuviel verlangt ist, zumal er daran erinnerte, dass er gut zehn- bis fünfzehnmal mit der Stadt nach Krasnodar gereist ist, denn dort (wie in vielen slawischen Ländern) steht das Puppenspiel weiterhin hoch in Kurs.
Auch das wird er nicht mehr machen, genausowenig wie die Teilnahme am Tag des offenen Denkmals. Ein Quentchen Hoffnung besteht aber doch, denn seine Kutschen-Sammlung zeigt er gerne weiterhin privat.
Am Ende dankte Blinn seinen Besuchern, dem Historischen Verien und nicht zuletzt Samuel Degen, Helena Winkler und Pit Nordwig für den Film. Mit im Publikum dabei waren auch die Ortschaftsräte Rüdiger Miersch und Günther Malisius, selbst Urgestein des Historischen Vereins, sowie der Bügda-Vorsitzende Roger Hamann.
P. S.: Nochmals der Verweis auf den Link zum Film:
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=i9wBCr9kE2o

Filmabend im Gemeindesaal vom Durlacher Rathaus
02. November 2022 – 19:30 Uhr
Puppen, Kutschen und Musik – das Leben des Stephan Blinn
Mein Film läuft eine Stunde – ergänzt danach mit kurzen Ausschnitten aus dem RTL Wettbewerb vom 08.Oktober 2022 „Die Puppenstars“, bei dem Stephan Blinn als strahlender Sieger von der Bühne ging.
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Sehr sehenswert bei einer Reise durch Westaustralien:
Der Danggu Geikie Gorge National Park. Und dort dann eine Bootsfahrt auf dem Fitzroy River. Es lohnt
Hier meine filmischen Impressionen, kurzweilig in 7 Minuten zusammengefasst.

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Ich weiß – falscher Zeitpunkt.
Trotzdem von mir heute ein weiterer filmischer Farbtupfer, der wenigsten eine halbe Stunde vom Verfall unseres bisherigen Lebens und Landes ablenkt und ein wenig Besinnung ermöglicht.
Indien – Varanasi
Aarti Zeremonien bei den Verbrennungsghats am heiligen Fluss Ganges.

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Guter Artikel im „Wochenjournal Durlach“ am 19. August 2022 über meine aktuelle Fotoausstellung im Durlacher Cafe Kehrle direkt neben dem Rathaus.
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Zweitägige Informationsfahrt am 14. und 15. Juli 2022 mit dem Besucherdienst des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. (Am 13. und 16. Juli war die An- und Abreise per Bahn)

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Fotoausstellung von 22 meiner großformatigen Bilder
Fotografie auf Leinwand – 60 x 80 cm
Durlach – über den Dächern der Markgrafenstadt
Café Kehrle, Pfinztalstr. 35-37, 76227 Karlsruhe-Durlach (direkt neben dem Rathaus)
https://www.cafe-kehrle.de/
Aus einer großen Balkanrundreise im April/Mai 2022 entstand Bild-, Video- und Drohnenmaterial für eine Filmserie, die ich auch auf youtube zeige.

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5. Lebensmittelspende für unsere Patenkinder in Matara – Sri Lanka

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Ein Film von Samuel Degen – Kamera, Schnitt, Produktion |

„Stephan Blinn – Varieté Puppenspiel“ | http://www.stephan-blinn.de/site/index.html |

Redaktion: Pit Nordwig | Assistenz: Helena Winkler |

Fotografie: MAKKIKO | https://www.instagram.com/makkiko_foto/?hl=de |
Aus ihrem Buch: „Im Kopf des Stephan Blinn“ (amazon)

Das deutsche Fernsehen hat bereits zwei Filme über ihn und seine Marionetten ausgestrahlt.

Referenzen:
Aspekte (ZDF), Senftöpfchen Köln, Dresdner Brettl, GOP Hannover, ITB Berlin, Kongreßhaus Zürich, Killesberg Stuttgart, Alte Oper Frankfurt, Unterhaus Mainz, Schmitt-Show Hamburg, Kurhaus Westerland, Kölner Treff, Palatino Zeltfestival, Brenners Park Hotel Baden-Baden
Dresdner Nachrichten: „…unerklärlich was Blinn mit seinen zwei Händen möglich macht.“
Rhein-Main-Presse: „…Blinn spielt so professionell und detailverliebt, daß die natürliche Abhängigkeit seiner Figuren bald vergessen ist…“
Frankfurter Rundschau: „…Nichts, was des Marionettenspielers Geschöpfe nicht gekonnt hätten; Stephan Blinn ließ die Puppen tanzen und machte Schlangenmenschen aus ihnen allen…“
Münchner Merkur: „…Der Entertainer schlechthin…“
Berner Zeitung: „…Blinn gelingt es, Illusionen in die Köpfe der Zuschauer zu zaubern…“
Neue Züricher Zeitung: „…Virtuosität an dünnen Fäden…“
Mainzer Forum-Theater: „…Am Ende bleibt das Gefühl zurück, daß Blinns Puppen mehr Charakter haben als mancher Schauspieler…“

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Neues Drohnenprojekt in Arbeit
Fotoausstellung in Vorbereitung- Fotografie auf Leinwand 60×80 cm
Sowie ein YouTube Video
Werkfotos sind hier zu sehen
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Video: Samuel Degen

Der genaue Ursprung der „neuen Welle“ von Wandmalereien in Sri Lanka ist unbekannt. Die Kunstwerke tauchten Ende 2019 massenhaft auf, als Gotabaya Rajapaksa mit einem Erdrutschsieg Präsident wurde. Inmitten der Gerüchte über den Beginn einer globalen Pandemie und eines stark polarisierten politischen Klimas machten sich die Menschen in Sri Lanka an die Wände, um ihre Viertel zu „verschönern“.
Die Medien schrieben die Arbeiten einer Welle jugendlichen Enthusiasmus in einer Zeit des nationalen und lokalen Stolzes zu und priesen sie als neutrale Aktion, den städtischen Raum zu verschönern. Die Werke offenbaren jedoch auch eine grundlegende Wahrheit über Identität und Politik im heutigen Sri Lanka. Die meisten zeigen singhalesische Herkunftsthematiken.
Eine kleine Minderheit von Wandmalereien, die kosmopolitische Ideen vertreten, findet sich, wie fast überall auf der Welt, in den Städten mit multiethnischer Bevölkerung. In Städten, in denen nationale Minderheiten die lokale Mehrheit bilden, bekräftigen die Wandmalereien vorsichtig ihre jeweilige ethnische und historische Identität, ohne Aggressionen zu zeigen. Pastorale Szenen und andere gewaltfreie Identitätsdarstellungen sind in diesen Räumen weit verbreitet.
Viele Wandmalereien spiegeln traditionell maskuline Werte wider. Männlichkeit und Fortschritt, Entwicklung und Identität sind in der öffentlichen Vorstellung eng miteinander verknüpft.. Ravana ist eine häufige Figur, die sowohl im Kontext der Mehrheitsbevölkerung als auch der Minderheiten auftaucht und als gemeinsamer Ursprungsmythos in Sri Lanka angesehen wird.
Das Malen von Wandbildern hat in Sri Lanka eine lange Tradition. Das Medium ist eng mit buddhistischen und hinduistischen Traditionen verbunden, in denen die Malerei als höchste Form der Kunst gilt. Hochqualifizierte Beispiele sind in Tempeln im ganzen Land zu finden, und die Wandmalereien in Sigirya gehören zu den berühmtesten Kulturstätten des Landes.
Neue Werke stellen auch die westliche Popkultur dar und behandeln Themen wie Umweltschäden und die Gefahren der sozialen Medien. Andere stellen Szenen aus imaginären Landschaften dar.
In dem Maße, in dem der Fortschritt die in den Airbrush-Oberflächen eingebetteten Hoffnungen nicht verwirklicht, schwindet der Optimismus, der diese Wandbilder inspirierte. Es entstehen leider immer weniger neue Wandbilder, und die verbliebenen sind zu Aufbewahrungsorten für Träume geworden, die mit dem Verblassen der Farbe oder der Zerstörung ihrer Oberflächen verwittern, mit Bulldozern abgerissen oder versteckt werden.

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Ein Video von Samuel Degen
www.samueldegen.de

Im Nordwesten Vietnams liegt auf rund 1.600 Metern Höhe die Stadt Sa Pa. Dort erwarten dich malerische Reisterrassen und eine entspannte Atmosphäre. Sa Pa und die Region rund herum ist Heimat der ethnischen Minderheiten der H’Mong und der Dzao. Doch Sa Pa selbst ähnelt einem Bergdorf in den französischen Alpen. Die Franzosen suchten hier in den Bergen während der Kolonialzeit Zuflucht vor der Hitze in und um Hanoi. Während Sa Pa selbst durch den Tourismus bereits viel seines alten Charmes eingebüßt hat, finden sich rund um die Stadt nach wie vor zahlreiche traditionelle Dörfer. Hier kannst Du das Leben der ethnischen Minderheiten Nordvietnams kennenlernen. Eine Wanderung durch das Tal bietet sich an. Sa Pa ist besonders berühmt für die beeindruckenden Reisterrassen, die sich an die Hänge des Tales bieten. Ein atemberaubendes Bild, das Du nicht so schnell vergisst. Eine Wanderung durch Reisterrassen und Bambuswälder ist definitiv einer der Höhepunkte einer jeden Reise nach Vietnam. Lerne die Kultur der ethnischen Minderheiten kennen, indem Du eine Nacht bei einer einheimischen Familie in einem Homestay verbringen. Genieße Die die traditionellen Speisen beim Abendessen mit der Familie und lerne den typischen Alltag kennen. Zwischen April und Juni ist Sa Pa angenehm warm und trocken, die Monate Juli und August können heiß und regnerisch werden. Besonders im September und Oktober ist ein besuch Sa Pas lohnenswert, da die Reisterrassen gold-gelb leuchten und das Wetter angenehm warm und trocken ist. Von Dezember bis März kann es sehr kalt werden, im Januar und Februar fällt sogar manchmal Schnee. SaPa liegt etwa 350 Kilometer nordwestlich von Hanoi und kann mit dem Nachtzug in etwa 9 Stunden, mit dem Auto über den neuen Highway in ca. 6 Stunden erreicht werden.

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Wir wünschen allen Pateneltern, Sponsoren, Spendern und Freunden der Patenkinder von Matara ein glückliches Neues Jahr 2022.
Der Vorstand: Samuel Degen | Gabi Unkel | Wolfgang Sprengel

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Nun online.
Das Video „Durlach – über den Dächern der Markgrafenstadt“
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Video: Samuel Degen |
Goldenes Dreieck / Golden Triangle: Delhi-Jaipur-Agra

Taj Mahal (Bj. 1631-1644)
Rotes Fort / Red Fort Agra (Bj. 16.Jh.)
Dholpur Raj Niwas Palace (Bj. 1876)
Fatehpur Sikri – frühere Hauptstadt des Mogulreichs
Diwan-i-Am
Divan-i-Khas
Haus der türkischen Sultanin
Panch Mahal
Frauengemächer
Jami Masjid Freitagsmoschee (Bj. 1436-1469)
Buland Darwaza (Bj. 1772-1573)
Jaipur
Birla Mandir Tempel (Bj. 1988)
Hawa Mahal Jaipur – Palast der Winde (Bj. 1799)
Fort Amber (Bj. 1589-1667)
Stadtpalast Jaipur (Bj. 1888-1890)
Jantar Mantar Jaipur (Sonnenuhr, Bj. 1724-1734)
auf 2 Sekunden genau)
Geburtstag Gott Hanuman (Affengott)
Kundan Musik
Galtaji Sonnengott Affentempel von Jaipur

Kamera: Canon 70D
Mikrofon: RODE Videomic
Full HD

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4. Lebensmittelspende (Food Aid) für unsere Patenkinder-Familien

Nur wenige Monate waren in diesem und im letzten Jahr die Schulen in Sri Lanka geöffnet. Der Tourismus liegt am Boden, alle Restaurants sowie die meisten Geschäfte und Betriebe mussten aufgrund des Shutdowns schließen, Millionen von Menschen sind ohne Arbeit. Die Reserven der Familien sind aufgebraucht – sehr viele Menschen lebten sowieso nur von der Hand in den Mund.

Die Regierung hielt sich an die Shutdown-Vorgaben der Geberländer  mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen. Ab dem 15. Dez. ist wieder ein totaler Shutdown geplant.

Somit ist unsere nun 4. „Food-Aid“ – Hilfsaktion (bisher 2x in 2020, 1x in 2021 mit je 3.000,- Euro) für die 300 Patenkinder-Familien eine wichtige Hilfe.
Wir haben jetzt wieder Grundnahrungsmittel bestellt, die von unserem ehrenamtlichen Team vor Ort portioniert und an die Patenkinder-Familien ausgeben werden.

Zur Finanzierung dieser 4. Food-Aid Hilfsaktion bitten wir wieder um ihre Mithilfe:
Jeder Betrag zählt – wer helfen kann/will, überweist auf unser Konto. Bitte im Verwendungszweck angeben: „Matara – 3. Hungerhilfe 2021“. Wer eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung benötigt, gibt seine Adresse und das Wort „Beleg“ an.

Patenkinder Matara e.V.
Sparkasse Karlsruhe
DE84 6605 0101 0108 0100 00
BIC: KARSDE66XXX


Bitte helfen Sie unseren Kindern und deren Familien.

Wiederum ein großes Dankeschön und herzliche Grüße vom ehrenamtlichen Vorstand

Der Vorstand
Samuel Degen, Gabriele Unkel und Wolfgang Sprengel

www.patenkinder-matara.de

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Musik: Otto Reif || Reiner Gorenflo || Saitenband || Vasily Bystroff || Dunja Hofheinz || Jochen Roddewig || Leonard Schneider

Durlach ganz im Zeichen der Kunst Zwei Tage beste Unterhaltung für jedermann bei der 2. DURLACH-ART

Mit einem überaus großen Erfolg sowohl für die drei Veranstalter und Organisatoren Samuel Degen, Peter Nordwig und Karlheinz Raviol als auch die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler endete die zweitägige, nach 2019 zum zweiten Mal ausgetragene DURLACH-ART. Dank dem mit über 600 Kunstwerken präsentierten vielfältigen Angebot in den über 30 Ausstellungsorten bzw. -räumlichkeiten, dem primär auf den Straßen stattgefundenen Rahmenprogramm und nicht zuletzt einem ideal dazu passenden Wetter waren die Besucherströme aus nah und fern nicht zuletzt auch gewinnbringend für die Markgrafenstadt in Bezug auf Image und Bekanntheit. Cafés, Restaurants, Eisdielen und der Einzelhandel hielten ihre Türen geöffnet. Der russische Cellist Vasily Bystroff, die beiden Duos Jochen Roddewig & Leonard Schneider (mit jiddischen Liedern und Klezmer-Musik) beziehungsweise “Acoustic Fun” (mit Rock, Pop und Blues) oder auch die vierköpfige “Saitenband” spielten live an ständig wechselnden Standorten und sorgten neben dem Kunstgenuss bei den Ausstellungen auch für beste musikalische Unterhaltung. Bei der Eröffnung am Freitagnachmittag nahm Ortsvorsteherin und Schirmherrin Alexandra Ries nochmals deutlich Stellung zu der in den letzten Wochen aufgekommenen Kritik und dem Wirbel einer bestimmten, nicht teilnehmenden Künstlergruppe und appellierte an alle Zuhörer, besser zunächst das direkte und offene Gespräch mit Andersdenkenden zu suchen als den Weg über Dritte und die Medien zu gehen. Den musikalischen Auftakt bot der im Land bekannte und geschätzte Kantor der hiesigen Stadtkirchen-Gemeinde, Johann Blomenkamp, der am Freitag punktgenau um 15.30 Uhr auf seiner Orgel die “Promenade” aus “Bilder einer Ausstellung” von Modest Mussorgsky bei offenen Türen und Fenstern für das vor der Kirche auf dem Marktplatz versammelte Publikum spielte. Und mit dem “Soundscapes” betitelte Abschlusskonzert zusammen mit dem gleichfalls in Durlach beheimateten Flötisten Johannes Hustedt endete gegen 21.30 Uhr in dessen Kunsthaus offiziell die 2. DURLACH-ART. Wer gern nochmal über die Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Vita oder Werke erfahren, vielleicht gar persönlich mit ihnen in Kontakt treten möchte oder am Presse-Echo interessiert ist – unter www.durlach-art.de ist all dies nachzulesen. Die zu Beginn genannten Organisatoren wollen sich abschließend nochmals bei allen bedanken, die ihren Teil zu dieser höchst erfolgreichen Veranstaltung beigetragen haben. Im Einzelnen bei – dem Team vom Stadtamt unter Führung von Ortsvorsteherin Alexandra Ries und Thomas Rößler – den Hauptpartnern IT-Systemhaus Bechtle in Karlsruhe und der RaumFabrik Durlach – den Inserenten im Programmheft – den Hausbesitzern und Geschäften, die Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt haben – allen aufgetretenen Künstlern und Künstlerinnen im Rahmenprogramm – den Karlsruher Volunteers – …..und natürlich insbesondere auch bei allen ausstellenden Künstler*innen.

Sie alle hoffen mit den vielen Besuchern an diesen beiden Tagen auf eine ähnlich erfolgreiche 3. DURLACH-Art im September 2023.

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Wer die wunderschöne Südküste von Sri Lanka kennt, kam bestimmt schon einmal durch das kleine Städtchen Dickwella, ein paar km östlich von Matara direkt am Meer gelegen.
Von da sind es nur wenige km landeinwärts zum Tempel Wewurukannala Vihara.
Das besondere an diesem recht imposanten Tempel ist der lange Höllengang mit bildhaften und zeichnerischen Darstellungen, was die buddhistischen Gläubigen für Verfehlungen im Diesseits dann im Jenseits erwartet. Da geht es heftig zur Sache, einige Beispiele habe ich in meinem heute gefertigten Video dargestellt. Also immer schön brav bleiben, sonst…
(Erinnert mich etwas an die kath. Kirche bei uns)

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Durlacher Turmberg – aus der Vogelperspektive
Unbekannte Ein- und Ansichten von unseren Weinbergen und Landschaften rings um den Turm – auch mit Blick auf die umliegenden Gemeinden.
Gefilmt von mir mit der DJI Mavic Pro

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In Kep wird man an die „guten alten Zeiten“ Kambodschas der 50er und 60er Jahre erinnert. Leider ist der Glanz des ehemals bei den Europäern und auch Kambodschanern selbst beliebten Badeorts durch den Vietnamkrieg und den kambodschanischen Bürgerkrieg verblasst. Doch Kep erlebt eine Renaissance und wer etwas mehr als Strand erleben möchte, ist hier genau richtig.
Direkt an die weit auseinander gezogene Stadt grenzt ein Nationalpark, der einen Besuch lohnt. Darüber hinaus ist Kep auch für die nahegelegenen Salzfelder und ganz besonders für seine Krabben bekannt. Der Krabbenmarkt ist ein Muss für jeden kulinarisch Interessierten.
Upload: 19. April 2021


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Ein sehr abgelegener, aber wunderschöner Tempel in den südlichen Bergen von Sri Lanka – Wathuruwila Aranya Senasanaya.
Die Sonne brannte unerbittlich vom Himmel, so dass sich der Boden derart aufheizte, dass der vorgeschriebene Barfußgang auf dem gesamten Tempelgelände zur regelrechten (Glaubens)Prüfung ausartete.
Stets abgeschattete Bereiche am äußersten Rand der Wege suchend, gelangen mir dann aber doch noch schöne Aufnahmen von diesem auch für buddhistische Pilger bedeutsame Tempelanlage.
Upload: 17.04.2021

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Habe soeben einen neuen Bericht über eines unserer 300 Patenkinder in Matara / Sri Lanka auf unserer Vereinswebseite online gestellt.
Unser Ex-Patenkind, der Student Gayan, schreibt 2x monatlich eine Homestory, dieses Mal über unsere Patentochtert Oshadi
Upload: 16.04.2021


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Im Nachbarland Vietnam war es der Krieg, der Millionen Opfer forderte, doch in Kambodscha war es reiner Wahnsinn. Ein Viertel der gesamten Bevölkerung verlor in den 1970er Jahren ihr Leben durch den kriminell-wahnsinnigen Versuch der Roten Khmer, aus dem Land einen rein kommunistischen Staat zu machen. All dies geschah innerhalb von nur drei Jahren, zwischen 1975 und 1978, bis das Khmer Rouge-Regime dann im Januar 1979 von vietnamesischen Streitkräften gestürzt wurde. Einige der Orte, an denen die schlimmsten Gräueltaten verübt wurden, sind heute Mahnstätten, um Besucherinnen und Besucher über eine schmerzvolle, blutige und tränenreiche Vergangenheit aufzuklären, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Als sich die Amerikaner im April 1975 aus Vietnam zurückzogen, geriet Kambodscha innerhalb weniger Monate unter die vollständige Kontrolle der kommunistischen Partei, der die Franzosen den Spitznamen ’Khmer Rouge’ (Rote Khmer) gaben. Kurz darauf sollte die Welt Zeuge eines der entsetzlichsten Völkermorde in der Geschichte der Menschheit werden. Die Roten Khmer wollten das Land zurück in die vermeintlich glorreiche Vergangenheit führen, in der die alte, Reis anbauende Khmer-Gesellschaft einst die Tempelanlage von Angkor errichtete. Um eine reine Bauerngesellschaft zu schaffen, wurde niemand verschont. Privateigentum, Märkte, Schulen und Religion wurden abgeschafft. Landesweit wurden Kooperativen gebildet, wo die Menschen gezwungen wurden, zusammen zu arbeiten, zu essen und zu leben. Sie mussten sich wie Bäuerinnen und Bauern kleiden, die Arbeitszeit wurde von acht auf 16 Stunden erhöht. Kambodscha wurde zu einer gigantischen Gefängnis-Farm. Auch nur die geringste Äußerung von Dissens konnte zum Tod führen. Mit mehr und mehr Konzentrationslagern und Killing Fields sollte jegliche Art von Opposition unterdrückt werden. Das Genozid-Museum Tuol Sleng Nichts gibt so authentisch Zeugnis von den durch die Roten Khmer verübten Gräueltaten wie die eindringlichen Gesichtsausdrücke auf den Fotos der Gefangenen, die in Tuol Sleng ausgestellt sind. Tuol Sleng war das am stärksten gesicherte Gefängnis der Roten Khmer und diente zum Verhör und zur Vernichtung von ‘Kontrarevolutionären’. Alle irgendwie Verdächtigen – Männer, Frauen, Kinder – wurden aus allen Landesteilen nach Tuol Sleng gebracht und hier inhaftiert. Fast alle der mehr als 15.000 Insassen wurden brutal hingerichtet. Heute ist Tuol Sleng ein Genozid-Museum und Teil des Reiseprogramms vieler Touristinnen und Touristen in Phnom Penh. Tausende Fotos von Gefangenen hängen an den noch immer blutbefleckten Gefängniswänden. Bevor Gefangene in die Zellen gesperrt wurden, wurden sie fotografiert. In jedem Stadium der Folter wurden sie fotografiert und wenige Minuten vor ihrer Hinrichtung wieder. Vier Jahrzehnte später fragen uns ihre Gesichtsausdrücke: Warum bin ich hier? Warum ist das geschehen? Ihre Gesichter klagen den Führer der Roten Khmer Pol Pot, seine Paranoia und die Untaten seines Regimes an. Die Besucherinnen und Besucher betrachten die Opfer und die Opfer betrachten die Besucherinnen und Besucher. Während die Touristinnen und Touristen ihre Kameras auf die eingefrorenen Gesichtsausdrücke richten, scheinen sie zu fragen: „Warum werden wir wieder fotografiert?”
Upload:09.04.2021